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A. R. Rahman: Als ein geistiger Weg zur bewussten Wahl wurde

Klaviertasten in ruhigem Licht
Foto: Johannes Plenio · Unsplash-Lizenz

Der indische Komponist, der später als A. R. Rahman bekannt wurde, kam als Dileep Kumar in einer Musikerfamilie zur Welt. Sein Vater starb früh; danach erlebte die Familie Krankheit, finanzielle Not und Rahmans frühen Berufseinstieg. Er schildert seinen religiösen Weg nicht als isolierten Augenblick, sondern als geistige Suche inmitten von Verlust, Fragen und dem Bedarf an Halt.

Seine Mutter begegnete dem Sufi-Lehrer Qadri. In veröffentlichten Gesprächen sagt Rahman, dieser Weg habe seine Mutter und ihn geistig erhoben. Er befasste sich mit Islam, Hinduismus und Christentum und beschrieb seine Wahl nicht als Druck einer Person oder Gruppe. Einen Weg folge man nur wirklich, wenn die Entscheidung aus dem Herzen komme.

Die Quellen nennen unterschiedliche Jahre. Sein eigener Bericht verbindet die Veränderung mit einem Prozess seit der Begegnung mit Qadri und dem Umzug der Familie 1987; ein unabhängiger indischer Bericht datiert die Annahme des Islam auf 1989. Daher bleibt der Zeitraum 1987–1989 bestehen, ohne einen Schahada-Tag, eine Moschee oder Zeugen zu erfinden.

Der von ihm genannte entscheidende Faktor war weder künstlerischer Erfolg noch allein der Namenswechsel. Die Bedeutung einer klaren Wegwahl beschäftigte ihn; der Sufi-Weg habe ihm und seiner Mutter geistige Erhebung gegeben, weshalb sie ihn als passend annahmen. Er wählte den Namen Allahrakha Rahman und machte Gebet, Gedenken und Reflexion zu Teilen seines Lebens und seiner Arbeit.

Später sagte er, er lerne weiterhin und betrachte sich trotz materiellen Reichtums als geistigen Bettler. Die Geschichte zeigt, dass Vorbild und Hilfe eine Tür öffnen, die Entscheidung aber Lesen und persönliche Wahl braucht. Sie erlaubt nicht, Krankheit als erwiesenes Wunder darzustellen, Islam auf Sufismus zu verkürzen oder das Jahr genauer festzulegen als die Belege.

Quellen

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