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Mutah Beale: Als der Ruhm keine Antwort mehr gab

Ein geschlossener Koran auf einem Teppich in warmem Licht
Bild: Qur’an still life — Malik Shibly / Unsplash (Unsplash-Lizenz).

Als Napoleon von den Outlawz hatte Mutah Beale erreicht, wovon er geträumt hatte: Platten, Tourneen und Geld. Doch innere Ruhe fand er darin nach eigener Aussage nicht. Er verlor früh seine Eltern und wuchs bei seiner christlichen Großmutter auf. Weitere Verluste und schädliche Gewohnheiten prägten später sein Leben.

Mit dem Islam verband er zunächst schmerzliche Erinnerungen. Die Ermordung seiner Eltern brachte er mit Menschen in Verbindung, die er der amerikanischen Organisation Nation of Islam zuordnete. Eine andere Begegnung ereignete sich im Tonstudio: Ein Muslim beendete einen Streit zwischen Beale und dessen Bruder und lud ihn danach immer wieder in die Moschee ein.

Als Beale schließlich mitging, sah er Männer verschiedener Herkunft gemeinsam beten und einander wie Brüder begegnen. Diese Gemeinschaft widersprach seinen Erwartungen. Seine Neugier wuchs; er las über den Islam und nahm eine englische Übertragung der Koranbedeutungen mit nach Hause.

Er erkannte Prophetennamen aus seiner Kindheit und lernte über Muhammad und dessen Gefährten. Nach seiner Erinnerung führten Lesen und Gebet zu der Überzeugung, seinen Schöpfer anbeten zu wollen. Im Gespräch mit Arab News nannte er 2002 als Jahr seines Übertritts. Nun musste die Entscheidung auch im Alltag Gestalt annehmen.

Gewohnheiten zu ändern war schwieriger als das Bekenntnis. Berufliche Verpflichtungen hielten ihn zunächst in der Arbeit; danach versuchte er ein Album ohne vulgäre Sprache und verließ schließlich die Musikindustrie. Manche Freundschaften litten, während Angehörige und frühere Weggefährten seinen Entschluss allmählich verstanden. Er stellte den Glaubenswechsel nicht als Ende aller Schwierigkeiten dar.

Im Interview von 2022 sprach er über Familie und Geschäfte in Riad und darüber, seine Kinder zur Schule zu bringen. Wenn er öffentlich von früher erzählte, wollte er das alte Leben nicht verherrlichen. Junge Menschen sollten erkennen, dass Veränderung möglich bleibt.

Sein Weg verbindet geduldige Freundlichkeit, eigenes Nachforschen und die Arbeit nach einer Überzeugung. Ein Willkommen öffnete die Tür; das Lesen half ihm bei seiner Entscheidung. Geben wir Suchenden Raum für Fragen und anschließend die Unterstützung, die ein neuer Lebensweg braucht?

Quellen

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