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Noora Brown: Von der Suche nach Sinn zu einer Lektüre, die sie zum Islam führte

Ein geschlossener Koran auf einem Teppich in warmem Licht
Malik Shibly / Unsplash — Quelle · Lizenz.

Noora Brown suchte nach Sinn und Zweck des Lebens. Sie war in der Episkopalkirche aufgewachsen, sagte aber 2004 im Gespräch mit PBS, dass sie sich früher nicht als religiös bezeichnet hätte. Religiöse Disziplin erschien ihr als eine Last, der sie lieber auswich.[1]

Während eines Auslandssemesters bemerkte sie, wie ernst muslimische Freunde ihren Glauben praktizierten. Nach der Rückkehr aus England begann sie, sich mit dem Islam zu beschäftigen und den Koran zu lesen. Aus der Beobachtung anderer Lebenswege wurde eine Lektüre, die ihre eigene Frage berührte.[1]

Sie berichtete, das Gelesene habe ihrer Überzeugung entsprochen, dass der Islam für sie der wahre Weg sei. Auch ihr Verhältnis zur Disziplin änderte sich: Statt religiöse Disziplin abzuwehren, wollte sie nun dem Islam folgen. Beim Eintritt in den Islam betonte sie das einfache Glaubensbekenntnis ohne langes kirchliches Verfahren und ohne eine Person, die sie kraft ihres Amtes ausschließen könnte.[1]

Ihre Biografie beim Farmington Valley American Muslim Center ordnet diese Entscheidung der Studienzeit zu, nennt aber kein bestimmtes Jahr. Der öffentlich verzeichnete Studienzeitraum 1989–1993 bleibt deshalb ein ungefährer zeitlicher Rahmen und kein Datum ihres Glaubensbekenntnisses.[2] [4]

Den Glauben zu praktizieren, musste sie erst lernen. Im Interview von 2004 erinnerte sie sich an den schwierigen ersten Fastentag. Zugleich verband sie diese Erfahrung mit Mitgefühl für Bedürftige und dem Gefühl, Gott nahe zu sein. Disziplin war zu gelebter Erfahrung geworden.[1]

Sie schilderte auch, wie sie sich allmählich mit dem Kopftuch wohlfühlte: Das zunächst fremde Erscheinungsbild wurde zum Ausdruck ihrer Identität als gläubige Frau. Sie betonte ihre freie Entscheidung. Ebenso sprach sie von dem Frieden, den sie in einer Gemeinschaft mit Menschen aus vielen Nationen fand.[1]

Studium und Dienst an anderen gingen weiter. 1997 schloss sie am Hartford Seminary einen Master in Islamwissenschaften und christlich-muslimischen Beziehungen ab. Eine im November 2019 veröffentlichte institutionelle Biografie beschreibt ihre interreligiöse Arbeit und ehrenamtliche Lebensmittelhilfe. Die persönliche Suche hatte sich zu Lernen und öffentlichem Engagement erweitert.[3]

Quellen

  1. PBS — Interview über den Übertritt zum Islam, Transkript vom 8. Oktober 2004
  2. Farmington Valley American Muslim Center — Biografie von Noora Brown
  3. Hartford International University — Biografie vom 7. November 2019
  4. Öffentlicher Bildungsweg — Studienjahre 1989–1993