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Michael Ang: Eine stille Reise, die mit der Frage nach dem einen Gott begann

Ein geschlossener Koran auf einem Teppich in warmem Licht
Bild: Qur’an still life — Malik Shibly / Unsplash (Unsplash-Lizenz).

Als der malaysische Regisseur Michael Ang Ende April 2019 seinen Übertritt öffentlich machte, lag die Entscheidung bereits mehr als ein Jahr zurück. Er hatte sie aus der Öffentlichkeit herausgehalten, bis er bereit war, darüber zu sprechen. Zeitgenössische Berichte datieren seinen Eintritt in den Islam auf Februar 2018, nennen jedoch keinen genauen Tag des Glaubensbekenntnisses.

Ang wuchs in einer buddhistisch praktizierenden Familie auf. Dennoch, so sagte er, habe ihn seit seinem vierzehnten Lebensjahr die Überzeugung begleitet, dass es nur einen Gott gibt. Damals wusste er nicht, wohin ihn dieser Gedanke führen würde. Er fragte weiter nach Religion, las religiöse Bücher und eine Koranübersetzung und wollte selbst urteilen, statt Kollegen aus der Unterhaltungsbranche zu folgen.

In seinem veröffentlichten Bericht führte Ang einen wichtigen Anstoß seiner Suche auf einen Traum und auf die dadurch geweckten Fragen zur Kaaba und zum Islam zurück. Dies bleibt eine von ihm berichtete persönliche Erfahrung und ist für sich allein kein Beweis. Nachvollziehbar ist hingegen sein Weg des Lesens, Fragens und des Rats bei Menschen, deren Wissen und Charakter er vertraute.

Ein enger Freund gab ihm Raum für Fragen, ohne ihn zu verurteilen. Später traf Ang den Prediger Firdaus Wong und Scheich Hussain Yee. Nach Wongs öffentlichem Augenzeugenbericht nahm Ang den Islam bei einer schlichten Zusammenkunft in seinem Haus an; die Organisation Multiracial Reverted Muslims übernahm die Registrierung. Die Beteiligten schützten seine Privatsphäre, bis er selbst die Entscheidung bekannt geben wollte.

Ang behielt seinen Geburtsnamen und erklärte, er wolle damit den von seinen Eltern gewählten Namen ehren. Als er die Nachricht schließlich öffentlich machte, sagte er, seine Familie habe bereits davon gewusst und seine Entscheidung respektiert. Sein Schweigen war keine Abkehr vom Islam, sondern der Wunsch, eine private Glaubensangelegenheit vom Lärm öffentlicher Kommentare fernzuhalten.

Sein Anfang nach dem Übertritt verlief schrittweise. In Interviews von 2019 sprach er davon, Gebet und Arabisch langsam zu lernen, Hilfe von einem Lehrer zu erhalten und zu erkennen, dass man den Weg nicht in einem Jahr beherrscht. Besonders betonte er, andere nicht vorschnell zu verurteilen und Fehler mit gutem Rat statt mit öffentlicher Bloßstellung zu korrigieren.

Die Reise stellt einem Suchenden zwei verbundene Fragen: Welche Belege begründen die Einheit Gottes, und welche Umgebung lässt eine aufrichtige Suche sicher wachsen? Eine persönliche Erfahrung kann Aufmerksamkeit wecken, doch eine bewusste Entscheidung braucht Lesen, Fragen und Unterscheidungsvermögen. Ein neuer Muslim benötigt zudem geduldige Unterweisung und Achtung seiner Privatsphäre, während Wissen und Praxis Wurzeln schlagen.

Quellen

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