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Rick Harrison: Vom Bild des Krieges zur Schahada am Flughafen von Dschidda

Ein geschlossener Koran auf einem Teppich im warmen Licht
Malik Shibly / Unsplash — Quelle · Lizenz.

Rick Harrisons Weg begann viele Jahre vor seinem öffentlichen Bekenntnis zum Islam. Er erzählte, dass er beim US-Militär in Guatemala arbeitete, als der erste Golfkrieg begann und seine Freunde in den Krieg zogen. Er fragte weiter nach dessen Ursachen und kehrte nach einer kurzen Tätigkeit im Irak in die Vereinigten Staaten zurück. Vieles, was er dort hörte, stellte den Islam als eine Religion dar, mit der das Zusammenleben schwer sei. Dem setzte er eine grundlegende Frage entgegen: Wie kann man über etwas urteilen, das man weder kennt noch erlebt hat?

Später führte ihn eine Stelle zum King-Fahd-Flughafen in Dammam. Muslime waren nun keine fernen Gestalten aus Medienberichten mehr, sondern Kollegen, mit denen er über den Islam und die Behauptungen über ihn sprechen konnte. Nach dem Ende des Vertrags zog er nach Kairo. Nach eigener Aussage vertiefte er dort während vier Jahren seine Suche nach der Wahrheit über den Islam. Es war kein einzelner Gefühlsmoment, sondern ein schrittweiser Weg vom durch Krieg und Medien geprägten Bild zu direkter Begegnung, Lektüre und Fragen.

Mit einem neuen Vertrag kehrte Harrison nach Saudi-Arabien zurück, diesmal zum King-Abdulaziz-Flughafen in Dschidda, wo er eine Feuerwehr- und Rettungseinheit leitete. Er sagte, die gute Behandlung durch seine Kollegen und ihr Gebet hätten ihn tief beeinflusst. Ihr tägliches Verhalten widersprach dem früheren Bild. Zugleich verband er seine Entscheidung mit dem Studium der Schriften, der Einheit Gottes und seiner Überzeugung vom Koran.

Anfang Dezember 2015 teilte er einem Kollegen seinen Wunsch mit, Muslim zu werden. Die Kollegen versammelten sich und er sprach am Flughafen unter ihnen die Schahada. Ein veröffentlichtes Video dokumentiert die Szene; ein Sprecher des Flughafens bestätigte zudem, dass der amerikanische Mitarbeiter im Notfalldienst tätig war. Aus Bewunderung für König Fahd wählte Harrison den Namen Fahd. Im Interview betonte er, niemand habe ihn gezwungen; die Entscheidung sei das Ergebnis seiner eigenen langen Suche gewesen.

Die hier verwendete Dokumentation endet bei Harrisons Aussagen und dem, was zeitgenössische Quellen bezeugen. Er hatte die Nachricht an seine Familie bis zu seinem nächsten Urlaub aufgeschoben und wollte ihr den Islam ruhig erklären. Die Quellen bieten keine ausreichend belegte Fortsetzung, um spätere Ereignisse zu schildern oder seinen heutigen religiösen Stand abzuleiten.

Quellen zur Überprüfung

  1. Rick Harrison erzählt seinen Weg zum Islam — Sabq (9. Dezember 2015)
  2. Video der öffentlichen Schahada am Flughafen Dschidda — Breitbart (5. Dezember 2015)
  3. Rick Harrisons Bericht — Al-Anba (11. Dezember 2015)