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Roger Danuarta: Vom Beobachten der Freunde zur eigenen Entscheidung

Ein geschlossener Koran auf einem Teppich in warmem Licht
Bild: Qur’an still life — Malik Shibly / Unsplash (Unsplash-Lizenz).

Bevor die Aufnahme seines Glaubensbekenntnisses verbreitet wurde, hatte Roger Danuarta muslimische Freunde längere Zeit beobachtet. Ihr Verhalten bei der Arbeit und im Alltag berührte ihn, ebenso die Ruhe, die er mit dem Gebet verband. Später erklärte er, der Wunsch, Muslim zu werden, habe schon vor den Kameras bestanden.

Er stammte aus einer nichtmuslimischen Familie. Deshalb gehörten Gespräche zu Hause zu diesem Wandel. Er wünschte sich die Zustimmung seiner Eltern und erhielt sie nicht sofort. Seine Mutter fragte nach seiner Ernsthaftigkeit und danach, ob er bereits den Koran lesen lerne. Er erinnerte sich daran als Teil der Verständigung über seinen Entschluss.

In der Ende 2018 veröffentlichten Schilderung beschrieb er ihre spätere Unterstützung. Ihr Interesse an seinem Lernen wurde zu einer kostbaren Erinnerung. Rücksicht auf die Familie war keine Nebensache, sondern gehörte zur geduldigen Arbeit rund um seine Entscheidung.

Am 29. Oktober 2018 wurde sein Bekenntnis im Raum Bekasi unter Anleitung von Insan Mokoginta aufgezeichnet. Ein Verantwortlicher des Zentrums für neue Muslime erklärte, Roger sei nun zur Veröffentlichung bereit gewesen und habe das Bekenntnis für die Dokumentation wiederholt. Der öffentliche Augenblick war somit eine Station auf einem bereits begonnenen Weg.

Danach ging das Lernen weiter. Im gemeinsamen Suara-Interview vom September 2019 erzählte seine Frau Cut Meyriska von Rogers Unterricht und Gesprächen mit Lehrern. Er vertiefte religiöse Fragen, während auch sie weiterlernte. Unterschiedliche Erfahrungen konnten so in gemeinsames Lernen münden.

Eine Suche kann mit Alltäglichem beginnen: mit der Arbeit, dem Verhalten oder dem Gebet eines Freundes. Danach braucht sie Wissen und Unterstützung. Was erleben Menschen im Umgang mit uns, bevor sie unsere Erklärungen hören? Und bleiben wir auch nach ihrer Entscheidung an ihrer Seite?

Quellen

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