Clarence Seedorf: Auf der Suche nach Zugehörigkeit in einer weiten Welt

Die Öffentlichkeit kannte Clarence Seedorf als niederländischen Fußballer surinamischer Herkunft, dessen Laufbahn ihn durch mehrere Länder und große Vereine geführt hatte. Über seine Kindheit sagte er, er sei katholisch erzogen worden, ohne dass seine Eltern ihn zur Wahl des Katholizismus gezwungen hätten. [1, 2]
Seine Reisen brachten ihn mit vielen Kulturen und Glaubensrichtungen in Berührung. Er erinnerte sich an sein Interesse an unterschiedlichen Religionen und Vorstellungen, darunter dem Buddhismus, und beschrieb, wie sich sein Blick durch die Jahre in verschiedenen Teilen der Welt erweitert hatte. [1]
In dem niederländischen Gespräch, über das FunX im April 2024 berichtete, sagte er, sein Leben sei vor der Wahl des Islam gut verlaufen. Zugleich beschrieb er ein anderes Gefühl: Er verstand sich als Weltbürger, der sich mit vielen Orten ein wenig verbunden fühlte, ohne einer beständigen Gemeinschaft ganz anzugehören. [1]
Das weltweite Gemeinschaftsgefühl des Islam zog ihn an. Er verband seine Wahl mit dem weiteren Horizont, den er auf seinen Reisen gewonnen hatte. Seine muslimische Frau Sophia hatte ihm außerdem geholfen, die Bedeutung des Islam tiefer zu verstehen; ihr dankte er in seiner öffentlichen Erklärung besonders. [1, 2]
Am 4. März 2022 berichteten Medien über seine Mitteilung, sich der muslimischen Familie angeschlossen zu haben. In der Nachricht dankte er für die Glückwünsche und äußerte seine Freude darüber, Brüdern und Schwestern in aller Welt verbunden zu sein. Auf dieses Gefühl der Zugehörigkeit kam er im späteren Gespräch zurück. [2, 3]
Er entschied sich, seinen Namen zu behalten. In derselben Nachricht erklärte er, den Namen Clarence Seedorf nicht geändert zu haben und weiterhin den Namen zu tragen, den ihm seine Eltern gegeben hatten. [2, 3]
