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Laurence Brown: Vom Gebet im Krankenhaus zu einer Suche, die zum Islam führte

Ein geschlossener Koran auf einem Teppich im warmen Licht
Malik Shibly / Unsplash — source · license.

Ein Leben ohne religiöse Praxis

Der amerikanische Arzt Laurence B. Brown berichtet, er sei in einer Familie ohne religiöse Praxis aufgewachsen und bis über sein dreißigstes Lebensjahr hinaus Atheist geblieben. Sein Weg begann weder mit einer Debatte noch mit einem Buch, sondern mit einer Familienkrise im Winter 1990, als seine zweite Tochter mit einem schweren Herzproblem geboren und auf die Neugeborenen-Intensivstation gebracht wurde.

Die medizinischen Einzelheiten, Diagnose, Prognose und Abfolge stammen sämtlich aus seinem späteren Bericht. Brown selbst räumte ein, dass Ärzte eine medizinische Erklärung für die Besserung gaben. Die Episode wird daher als seine Erinnerung und Deutung wiedergegeben, nicht als unabhängiger medizinischer Beweis oder bestätigtes Wunder.

Ein Versprechen als Beginn der Suche

Brown schrieb, er sei in den Gebetsraum des Krankenhauses gegangen, habe erstmals aufrichtig zu Gott gebetet und versprochen, nach der Gott wohlgefälligsten Religion zu suchen, falls seine Tochter überlebe. Danach habe sich ihr Zustand rasch gebessert, ohne die von ihm erwartete Operation. Das Versprechen wurde für ihn zu einer Verpflichtung, die er auch angesichts der vorgeschlagenen medizinischen Erklärung nicht ablegen konnte.

Eine schnelle Antwort folgte nicht. Er berichtet von jahrelangem Studium des Judentums und verschiedener christlicher Traditionen sowie Besuchen in unterschiedlichen Kirchen. Was er über Jesu Lehren las, konnte er jedoch nicht mit den theologischen Formulierungen verbinden, denen er begegnete. Schließlich las er für sich und lernte den Koran sowie Martin Lings’ Biografie Muhammads kennen.

Vom Vergleich zur Klarheit des einen Gottes

In seinem Bericht wurde die Einheit Gottes zum entscheidenden Punkt. Im Koran fand er den Aufruf, Gott allein anzubeten, und verband ihn mit seinem Verständnis der Botschaften von Mose und Jesus. Muhammads Biografie überzeugte ihn dann von der Kontinuität von Prophetentum und Offenbarung. Als diese Elemente zusammenkamen, schrieb er, sei er überzeugt gewesen und habe den Islam gewählt.

Der namentlich gezeichnete Bericht nennt weder Tag noch Ort, Zeugen, Wortlaut oder Zeremonie der Schahada. Zwei spätere Quellen datieren die Konversion auf April 1994, geben jedoch keinen genauen Tag an. Daher bleibt es bei der Monatsangabe; eine von den Quellen nicht beschriebene Szene wird nicht rekonstruiert.

Was die Quellen belegen und offenlassen

Sein vollständiger Bericht erschien 2007 unter seinem Namen mit einem Genehmigungshinweis; Arab News veröffentlichte ihn 2016 in zwei Teilen erneut. Ein Berufsprofil von Magrabi Health bestätigt unabhängig seine öffentliche ärztliche Identität und Laufbahn, bezeugt jedoch weder die Konversion noch ihr Datum.

Innerhalb dieser Grenzen bleibt die Aussage des Berichts klar: Ein Mann beschreibt den Weg vom Atheismus zum Glauben an Gott, dann Jahre des Vergleichens und Lesens bis zu einer Entscheidung, die er auf Gottes Einheit und die Kontinuität der Offenbarung gründet. Es ist ein historisches Zeugnis über eine Wahl im April 1994, keine Aussage über seinen heutigen religiösen Stand und keine Erlaubnis, ungeschriebene Gefühle, Dialoge oder Einzelheiten hinzuzufügen.

Quellen

  1. Laurence B. Brown — complete signed first-person account (2007)
  2. Alukah — named interview with the April 1994 premise (2011)
  3. Magrabi Health — institutional professional profile
  4. Arab News — later republication, part 1 (2016)
  5. Arab News — later republication, part 2 (2016)

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