Ryan Harris: Als eine Glaubensfrage mit vierzehn zur freien Suche wurde

Ryan Harris wuchs in einer nichtmuslimischen Familie auf und besuchte eine unitarisch-universalistische Gemeinde. Mit dreizehn oder vierzehn sollte er eine Erklärung darüber verfassen, was er glaubte. Er behandelte die Aufgabe nicht nur als Schulaufsatz, sondern machte sie zum Ausgangspunkt einer vergleichenden Suche danach, was verschiedene Traditionen über Gott und das menschliche Leben sagten. Er befasste sich mit Christentum, Judentum, Buddhismus, Taoismus und Islam, während die christliche Trinitätslehre zu den Fragen gehörte, die er für sich nicht klären konnte.
Im Sozialkundeunterricht der achten Klasse lenkte eine Darstellung der Weltreligionen seinen Blick auf den Islam. Dessen Bekenntnis zu einem Gott, verbunden mit dem Glauben an Jesus, Mose und Abraham sowie an Muhammad als letzten Gesandten, fand seine Aufmerksamkeit. Er vertiefte den Vergleich. In einem 2006 veröffentlichten Porträt von Notre Dame sagte Harris, er habe Tora, Bibel und Koran gelesen und seine Familie habe ihm die freie Wahl gelassen. Seine Eltern waren keine Muslime; die Entscheidung führte daher keine ererbte muslimische Identität fort.
In seinem aufgezeichneten Bericht beschrieb Harris die entscheidende Erkenntnis mit einer gefühlsbetonten Metapher. Um daraus keine übernatürliche Behauptung zu machen, lautet die vorsichtige Schlussfolgerung: Was er über den Islam las, beantwortete die Suche, die er begonnen hatte. Mit vierzehn rief er zwei nichtmuslimische Freunde in einer Dreierkonferenz an und sprach vor ihnen die Schahada. Die Quellen sichern weder einen bestimmten Tag noch ein Jahr. Mit seinem dokumentierten Geburtsdatum reicht der belastbare Zeitraum vom 11. März 1999 bis zum 10. März 2000.
Danach stellte sich eine praktische Frage: Wie sollte er lernen, wenn er in seiner Nähe keinen Muslim kannte? Auf einer Konferenz über zwischenethnische Beziehungen traf er einen muslimischen Lehrer namens Abdul Wahid, an den er sich später als fortdauernden Wegbegleiter erinnerte. Anschließend betrat er eine kleine Moschee in Saint Paul und begegnete einer Gemeinde unterschiedlicher Herkunft. Er sah einen älteren Mann bei einem anderen Muslim Arabisch lesen lernen und stand im Gebet Schulter an Schulter mit den anderen. Die Gemeinschaft aus den Büchern wurde zu einer sichtbaren, geteilten Erfahrung.
In seinen datierten Berichten verband Harris den Islam mit Disziplin und Opferbereitschaft und sagte, dies habe ihn in Ausbildung und Sport unterstützt. Später studierte er an katholischen Einrichtungen, darunter Notre Dame, und sprach 2006 sowie erneut 2026 über den Raum zur Religionsausübung und den Wert persönlichen Lernens. Diese Geschichte endet bei jenen datierten Aussagen und zieht keinen Schluss über seinen heutigen religiösen Zustand.
Quellen
- Ryan Harris’ aufgezeichnetes Zeugnis und Transkript — 17. Dezember 2016
- Direktes Interview mit CBS Minnesota — 19. März 2026
- Porträt von University of Notre Dame Athletics mit direkten Aussagen — 29. September 2006
- Denver Broncos — Gespräch über gemeinnützige Arbeit, 23. Juni 2015
- Denver Broncos Medienführer 2015 — Geburtsdatum, S. 115
