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Shuhada Sadaqat: Als Sure Al-Baqara sich wie Heimkehr anfühlte

Ein offenes Buch in ruhigem Licht
Foto: Nathan Aguirre · Unsplash-Lizenz

Die irische Sängerin Sinéad O’Connor wuchs katholisch auf. Die Frage nach Gott blieb in ihrem Leben gegenwärtig, auch als sie kirchliche Institutionen öffentlich kritisierte. Ihr Weg führte nicht plötzlich von Gleichgültigkeit zum Glauben, sondern war eine lange Suche in Schriften und religiösen Erfahrungen nach dem, was sie über Gott für wahr hielt.

In einem späteren Fernsehinterview sagte sie, sie habe die Schriften verschiedener Religionen studiert, den Islam wegen eigener Vorurteile aber bis zuletzt aufgeschoben. Als sie den Koran zu lesen begann, genügte die zweite Sure, um ihr nach eigener Aussage das Gefühl zu geben, nach Hause gekommen zu sein. Sie verstand sich nun als jemand, der Muslimin gewesen war, ohne es zu wissen.

Nach eigener Recherche wandte sie sich mit Fragen an Scheich Umar Al-Qadri. Der Imam bezeugte später, dass sie über den Glauben und ihre Lebensprüfungen sprachen. Dann erklärte sie, den Islam annehmen zu wollen, und fragte, ob sie Muslimin sein könne. Sie sprach die Schahada und nahm später am Freitagsgebet im Islamischen Zentrum in Irland teil. Am 19. Oktober 2018 erklärte sie selbst öffentlich, stolz darauf zu sein, Muslimin geworden zu sein, und nahm den Namen Shuhada an, später Shuhada Sadaqat.

Der ausdrücklich genannte entscheidende Faktor war, was sie nach dem Vergleichen im Koran fand: Al-Baqara löste die Distanz früherer Vorstellungen auf und gab ihr das Gefühl, zu etwas innerlich Vertrautem zurückzukehren. Das Gespräch mit dem Imam beantwortete Fragen und führte die Suche zu einer erklärten Entscheidung statt zu einem flüchtigen Eindruck.

Sie bekannte sich trotz schwerer Herausforderungen weiter öffentlich als Muslimin; der Imam blieb bis zu ihrem Tod 2023 in unregelmäßigem Kontakt mit ihr. Ihre Geschichte zeigt, dass direkte Lektüre Vorurteile korrigieren kann und ehrliche Fragen einer aufrichtigen Suche nicht widersprechen. Sie erlaubt nicht, privates Leid zur Erklärung ihrer Wahl zu machen oder jede spätere emotionale Aussage zum Maßstab für Islam oder Muslime zu nehmen.

Quellen

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